HomeReisefotografie   |   ReiseinfosLänderinfos

Weltenansicht Südafrika

Booking.com


Land & Leute in Südafrika


Schwarzen Kindern stehen im modernen Südafrika Türen offen, die ihren Eltern zur Zeit der Apartheid verschlossen waren. Die neue südafrikanische Verfassung, die 1997 in Kraft trat, garantiert zwar allen Südafrikanern gleiche Staatsbürgerschaft, aber durchaus nicht alle Bürger können die Rechte und Freiheiten nutzen. Denn Arbeitslosigkeit bleibt ein bisher ungelöstes Problem der neuen Regierung.

Auf dieser und der folgenden Seite (Völker und Sprachen) zeige ich die Geschichte und Gegenwart des Landes auf und spreche auch einige Probleme der Menschen an.


:: Geschichte & Politik
Die eigentlichen Ureinwohner Südafrikas sind die Khoisan. Unter diesem Begriff werden die Khoikhoi (auch Hottentotten) und die San (Buschmänner) zusammengefaßt.
Bantu-Völker drangen seit dem zwölften Jahrhundert südwärts und Mitte des 17. Jahrhunderts stießen die von Süden her kommenden holländischen Siedler im Gebiet der Transkei mit den Bantus zusammen. Die Homelands Transkei und Ciskei waren Siedlungsgebiet der Xhosa, welches ein Bantu-Volk ist. Die Xhosa führte nicht nur mit den Niederländern blutige Grenzkriege, auch mit den später auftauchenden britischen Siedlern und mit anderen Stämmen. 1879 wurde das Gebiet schließlich der britischen Kapkolonie einverleibt. Viele Gedenkstätten erinnern an jene Zeit, die genug Konfliktstoff gab, der die Rassenfrage bis heute zu einem Problem des Landes macht.

Mitte des 2o. Jahrhunderts schrieben die Südafrikaner die Grundregeln der Apartheid fest (Wahlberechtigung nur für Weiße, Schwarze sollten in den Reservaten "homelands" wohnen). Eine Vermischung der Rassen war bei Strafe verboten. Durch diese Praktiken wurde Südafrika jedoch zunehmend in der Weltöffentlichkeit diskriminiert und begann Ende der 8oer Jahre damit, die Schwarzen in die Politik des Landes mit einzubeziehen. In dieser Zeit erhielten die beiden Homelands Transkei und Ciskei staatliche Unabhängigkeit, die außer von Südafrika von niemanden anerkannt wurde.
Seit 1994, dem Jahr der ersten allgemeinen Wahlen, gehören sie wieder zur Republik Südafrika. Heute sind die Homelands aufgelöst und es sind neun neue Provinzen gebildet worden.

Nelson Mandela hat für sein Land große Veränderungen bewirkt und sein Nachfolger der Staatsmann Mbeki will die Reformen weiterführen. Auch wenn die steigende Kriminalität das Zusammenwachsen zwischen Weißen und Schwarzen erschwert, ist Südafrika ein junges Land, das beispielhaft einer Hoffnungsvollen Zukunft entgegengehen könnte.

:: Religion
78 Prozent der Bevölkerung gehören dem Christentum an. Weitere in Südafrika vertretene Religionen sind der Hinduismus, der Islam , das Judentum und mehrere Naturreligionen. Wobei sich diese Religionen meist auf bestimmte Regionen konzentrieren. So hat z.B. Durban einen recht hohen Anteil an asiatischer (indischer) Bevölkerung. Das hängt mit dem ausgeprägten Seehandel mit Asien in der Vergangenheit zusammen.

:: Wirtschaft
Südafrika hat von allen afrikanischen Ländern den höchsten Industrialisierungsgrad. Industrie und Bergbau sind die bedeutendsten Zweige. Südafrikas Tourismusindustrie trägt mit rund 5 Prozent zum Bruttosozialprodukt bei. Ziel dieser Wachstumsindustrie ist ein Beitrag von 1o Prozent. Mit den jährlichen Steigerungsraten von bis zu 2o Prozent wird dies wohl bald gelingen.